Effiziente Entwicklung technischer Systeme mit UML

Zielsetzung

Eingebettete Systeme und Echtzeitsysteme stellen zusätzliche Anforderungen an die Entwickler: Wir müssen nicht nur die richtige Funktionalität liefern (in immer kürzeren Zeiträumen), sondern das auch noch unter manchmal sehr harten Zeitanforderungen, Zuverlässigkeits- und Robustheitsanforderungen und vielen anderen Randbedingungen. Die Systeme kooperieren oft mit einer Vielzahl anderer Systeme und müssen nach diesen Vorgaben von außen gestaltet werden. Verteilung auf mehrere Standorte, mehrere Prozessoren oder parallele Prozesse auf einzelnen Prozessoren erschweren zusätzlich die Entwicklung.
Seit einigen Jahren steht uns die standardisierte Notation der UML zur Verfügung, um Systeme in einer weltweit verständlichen Notation zu modellieren. Die meisten Lehrbücher und Seminare zeigen Beispiele aus dem kommerziellen Umfeld. In diesem Workshop lernen Sie, wie man die Standardnotation der UML zur Entwicklung von Embedded Realtime-Systems verwenden kann.
Die besondere Bedeutung der dynamischen Modelle (Verhaltensmodelle), der Einfluß vieler nicht-funktionaler Anforderungen und Randbedingungen (allen voran Zeitanforderungen und die Einbettung in andere Systeme bzw. Geräte) beeinflussen die Vorgehensweise bei Echtzeitsystemen. Sie lernen ein pragmatisches Vorgehensmodell kennen, das neben dem Finden von wichtigen Systemprozessen viel Wert auf die Verteilung von logischen Aktivitäten auf Standorte, Prozessoren und Tasks legt.
An allen 3 Tagen werden Sie das Gelernte durch praktische Übungen direkt umsetzen. Sie sehen die UML-Modelle wachsen, wie es auch in Ihren Projekten der Fall sein sollte, und erleben die Lernkurve am eigenen Leib

Der Referent

Dr. Peter Hruschka ist Prinzipal der Atlantic Systems Guild, einer weltweit führenden Gruppe von Methodenberatern, Buchautoren, Trainern und Beratern.
Dr. Hruschka hat mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Vermittlung moderner Software-Entwicklungsmethoden. Er berät derzeit einige sehr große Projekte sowohl in der Echtzeitindustrie wie auch im kommerziellen Umfeld. Als Mitglied des Fachbeirats der führenden deutschen OO-Zeitschrift OBJEKTspektrum schreibt er regelmäßig Kolumnen zum Thema „OO-Analyse, -Design und -Management“.

Zielgruppe

Dieses Seminar spricht vor allem Analytiker, Designer und Projektleiter an, die für die Abwicklung von objektorientierten Projekten im Bereich von Embedded Realtime-Systemen Verantwortung tragen. Wertvolle Anregungen bekommen auch alle Qualitätssicherer, sowie Methoden- und Standardisierungsverantwortliche.

Inhalt

Der Entwicklungsprozess für Embedded Real-Time Systems im Überblick

Was ist so besonders an Real-Time Systemen?
Die Bedeutung von funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen und Randbedingungen
Die UML: eine standardisierte Notation für Systemmodelle

Die Analyse von Embedded Real-Time Systems

Die Abgrenzung des Systems zur Umwelt
Finden und Modellieren der wichtigsten Systemprozesse (mit Use Cases)
Stilvorgaben für Use Case Spezifikationen
Präzisierung des Ablaufs durch Aktivitätsdiagramme
Ausnützung der natürlichen Parallelität
Die wichtigsten Klassen des Systems finden
Beispielhafte Abläufe und Testvorgaben mittels Interaktionsdiagrammen vorgeben
Zwei wichtige Arten von Klassen: Entity-Klassen und Steuerungsklassen
Präzise Modellierung des Verhaltens durch StateCharts
Der effektive Einsatz von StateCharts (mit Schachtelung und Parallelität)
Strukturvorschläge für das Requirementsdokument zu verschiedenen Zeitpunkten

Der Entwurf von Echtzeitsystemen

Verteilungsentscheidungen treffen
Deploymentdiagramme zur Dokumentation der Verteilung
Parallele Prozesse entscheiden (Tasking, Synchronisation, Kommunikation)
Komponenten bilden und als Komponentendiagramme darstellen
Schnittstellen spezifizieren: Das Konzept der Interfaces
Beispielarchitekturmuster für Embedded Systems
Patterns und Collaborations zur Lösung wiederkehrender Probleme
Neue Arten von Klassen: Der technologische Ring
Strukturvorschläge für das Architekturdokument zu unterschiedlichen Zeitpunkten

Zusammenhang zwischen Requirements und Architektur

Der iterative, inkrementelle Entwicklungsprozeß
Architekturgetriebene Entwicklung
Traceability (Nachvollziehbarkeit) von Requirements
Abgeleitete Requirements
Die Wartung und Weiterentwicklung von Systemen
Umgang mit großen Systemen und Teilsystemen
Die Verwendung von Standardkomponenten und (Teil-) Fertiglösungen

Öffentliche Termine

derzeit keine öffentlichen Termine geplant

Für inhouse-Termine

... kontaktieren Sie bitte Peter Hruschka Tel. +49 (172) 241 1